Glockengießerei Neukölln

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10 D39 02 Glasower Kopie
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Glockengießerei

 

Ort:
Berlin-Neukölln
 
Jahr:
2014
 
Team:
Johan Sauer
Daniel Hanack
Hannes Sauer
Conrad Bohn
Filippo de Francesco
Josefa Schwab
Jeanette Czolbe
 

Die Herausforderung für diesen Entwurf besteht darin, die zum Teil denkmalgeschützten Bestandsgebäude des Eisenwerkes, steinerne Zeitzeugen eines vergangenen wirtschaftli- chen Aufschwungs Neuköllns, in ein schnelllebiges und wandelfähiges Jahrhundert zu transportieren, ohne den Charme dieser handwerklich und industriell anmutenden Hallen der ehemaligen Glockengiesserei zu zerstören. Einen Wandel, welchen Neukölln bereits vor über einhundert Jahren schon einmal miterleben durfte, während aus einer land- wirtschaftlich geprägten Rixdorfer Vorstadt Berlins der am schnellsten wachsende Bezirk Berlins wurde.

Die heutige Veränderung Neuköllns ist geprägt durch eine erneut ansteigende Bevölker- ungszahl und die erhöhte Nachfrage nach Wohnraum. Die zunehmende Attraktivität Ber- lins im nationalen sowie internationalen Vergleich trägt hier zweifellos einen entscheiden- den Beitrag zum Immobilienmarkt bei.

Das Denkmal wird zum einen durch den Auf- und Umbau respektvoll in seine neue Nut- zung transportiert. Der Aufbau über dem Lager stellt hierbei ein unverzichtbares städte- bauliches und denkmalpflegerisches Bindeglied dar. Zum anderen erhält das Ensemble einen Neubau als städtebaulich rahmende Ergänzung, welche den besonderen histo- rischen Maßstab des Denkmals hervorheben soll.

Eine weitere besondere Entwurfsaufgabe bei der Umnutzung der Eisenfabrik in Wohnhäus- er war es, die enorme Gebäudetiefe für zukünftige Aufenthaltsräume so zu entwerfen, das aus dem vermeintlich „Untypischen“ eine Qualität entsteht. Mit Hilfe von Lichthöfen und Oberlichtern wird Tageslicht in die Wohnräume gebracht.

Generalplanungsgesellschaft mbH